Stundenplan

Bei den meisten AuPairs kommt es im Laufe der ersten 3 Monate zu einer für die Gasteltern zuerst undefinierbaren Unzufriedenheit. Auch ich hatte dieses Phänomen bei unseren ersten beiden AuPairs beobachtet.

Es liegt nahe zuerst davon auszugehen, dass es sich um Heimweh handelt. 

Sicherlich haben die AuPairs auch Heimweh, aber das ist nicht der ausschlaggebende Grund. Auch wenn alles gut läuft zwischen AuPair und Gastfamilie, die Chemie stimmt, so ist doch die divergente Auslegung der Arbeitszeit bei AuPairs und Gastfamilien mehr als augenscheinlich:

Die AuPairs haben das Gefühl, sie würden rund um die Uhr arbeiten müssen. Sie haben das Gefühl, dass sie nicht genügend Zeit haben für ihre Deutschstudien. Und wenn sie - nachdem die Kinder im Bett sind - endlich frei haben, so fühlen sie sich zu müde, um noch Deutsch zu lernen (so chatten sie lieber in ihrer eigenen Sprache mit ihren Freunden zu Hause).
Die Gasteltern sind sich aber einer zeitlichen Überdehnung der 30 Stunden-Woche nicht bewusst. Viele sind sogar der Meinung, dass ihr AuPair nicht einmal die vertraglich vorgegebenen 30 Stunden mit Arbeit auszufüllen vermag.

Ärger vorprogrammiert!

Wie ist das möglich?

Für alle AuPairs ist es Arbeitszeit, wenn sie sich (wenn auch nur nebenbei) um die Kinder kümmern. Sie sehen es als Arbeitszeit, wenn sie immer wieder mal am Tag von der Gastmutter gebraucht werden (sei es nur um kurz in der Küche etwas anzureichen, oder eine kleine Besorgung zu machen).
AuPairs denken oft nicht in der „Wir-Form“. Für AuPairs ist das Familienleben der Job. Freizeit bedeutet für sie ohne die Familie (den Arbeitgeber) zu sein.

Die Gastfamilien wiederum sehen die Anwesenheit des AuPairs nicht als Arbeit. Sie haben ein AuPair als Familienmitglied eingeladen. Schließlich würden sie von einem Familienmitglied doch auch erwarten, dass es mal kurz mit anpackt und hilft (wenn es ja eh da ist).

Leider führt diese unterschiedliche Sichtweise zu dem oben erwähnten Problem: Unzufriedenheit des AuPairs.
Ein unzufriedenes AuPair führt schnell zu unzufriedenen Gasteltern und Unzufriedenheit auf Seiten der Gasteltern führt meist schnell zu einer Trennung.


Das ist nicht nötig! Es gibt eine sehr einfache Lösung:
Der Stundenplan

Sie erhalten von uns als Fair Pair-Kunden eine Gasteltern-Info-Mappe. Darin finden Sie zwei Blankovordrucke für diesen speziellen Stundenplan. Bitte füllen Sie einen zuerst allein aus, bevor das AuPair ankommt. Füllen Sie ihn so aus, wie es für Ihre Familienstruktur am besten auskommt. Verteilen Sie die 30 möglichen Arbeitsstunden Ihres AuPairs, so wie es für Sie am besten passt. Das ist beim ersten Mal nicht ganz einfach, aber notwendig.

Wenn Ihr AuPair bei Ihnen angekommen ist, legen Sie dem AuPair diesen ersten Stundenplan vor. Dieser Stundenplan ist dann meist für die ersten 4 bis 8 Wochen gültig. So lange bis sich das AuPair eingelebt hat und selbst zeitliche Wünsche äußern kann. Das hängt meist von den Deutschkursen, Sportkursen oder den neuen Freunden des AuPairs ab. Nach diesen paar Wochen fragen Sie Ihr AuPair, ob es Änderungen oder Verschiebungen am Stundenplan haben möchte. Setzen Sie sich zusammen und erarbeiten Sie einen guten Kompromiss für beide Seiten.

Mit einem Stundenplan wissen Sie, wann ihr AuPair arbeitet, da sein muss, für die Kinder zur Verfügung stehen muss, nicht in ihrem Zimmer sein darf und nicht privater SocialMediaKommunikation frönen darf.

Das AuPair hingegen weiss, wann es ohne schlechtes Gewissen auf ihrem Zimmer bleiben kann, wann es sich mit Freunden treffen kann, wann es in SocialMedia eintauchen kann und wie es seine Woche planen kann. Vor allem die Planungssicherheit macht die AuPairs sehr viel zufriedener als man als Gasteltern annehmen mag.


Ich möchte Ihnen das Erstellen eines genauen Stundenplans mehr als nur ans Herz legen, ich möchte Sie in aller Deutlichkeit dazu auffordern. Ich möchte Ihnen aber auch nicht verschweigen, dass es für Sie zeitweise schwierig sein wird, sich selbst an diesen Zeitplan zu halten. 
Aber glauben Sie mir, es lohnt sich!

Weitere Informationen finden Sie auf unserer Homepage: www.fair-pair.de
Die aktuellsten Informationen wie immer auf Facebook: www.facebook.com/fairpairaupair

Sie haben Fragen oder ein Feedback für uns? Schreiben Sie direkt hier einen Kommentar oder gerne auch eine Email (info@fair-pair.de).

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