Vorurteile

Gute alte Zeiten? Na ja, das stimmt so nie wirklich, oder? Aber eines war früher tatsächlich anders/besser: Das Ansehen der AuPairs, die aus dem Ausland nach Deutschland kamen. Früher war man als AuPair etwas Besonderes. Heute müssen sich unsere Mädchen und Jungs mit Vorurteilen konfrontieren lassen.

Eines der Vorurteile ist: „Ach ja, die Familien laden sich die jungen Mädchen doch als billige Putzfrauen ein.“ Das ist nicht wahr. Jede Gastfamilie, die ein AuPair hat weiß, dass es allemal einfacher wäre sich eine Putzfrau zu nehmen, als ein AuPair zu haben. Ein AuPair im Haus zu haben bedeutet sich dafür zu entscheiden eine Person 24 Stunden, 7 Tage die Woche, 12 Monate im Jahr bei sich zu haben. Die gute Putzfrau putzt und geht nach Hause, mit all ihren Sorgen, Nöten und anderen Problemen – und vor allem sie putzt tatsächlich!

Darüber hinaus: Die AuPairs dürfen nicht all das im Haushalt machen, was eine Putzfrau machen soll! Derjenige, der also dieses Vorurteil von sich gibt, soll mal bitte ein AuPair einladen und dann sprechen wir uns nochmal. ;-)


Auf der Seite der AuPairs finde ich es ausgesprochen unangebracht, die jungen Menschen mit einer degradierenden Äußerung zu konfrontieren. Die Jungs und Mädels kommen nicht hierher um eine billige Putzfrau zu werden (denn billig sind AuPairs wirklich nicht! Wer denkt, dass ihn ein AuPair nur die besagten 260 Euro Taschengeld kostet, der hat sich ganz doll geschnitten!), sondern um sich um die Kinder anderer Leute zu kümmern, die Gasteltern im Haushalt zu unterstützen und dafür perfekt Deutsch lernen zu können und Europa kennen zu lernen. Es sind junge Menschen auf der Suche nach Neuem, nach etwas, was ihrem Lebenslauf gut tut.  AuPair sein ist etwas Besonderes. Und das soll es auch bleiben. Punkt.


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