Azubi?

Viele Gastmütter vergleichen ihr AuPair mit sich in diesem Alter. Das dürfen wir nicht tun. Erstens haben wir eine verklärte Erinnerung an uns in den Zwanzigern ;-) und zweitens ist jemand von 22 Jahren aus Vietnam noch lange nicht so weit in seiner persönlichen Entwicklung, wie jemand aus Deutschland in dem Alter. Der kulturelle Hintergrund und die Erziehung sind nicht zu unterschätzen. Darüber hinaus hat das schon seinen Grund, warum ein junger Mensch aus Madagaskar in Deutschland AuPair wird und nicht Student oder Praktikant. AuPair zu sein bedeutet aus einem behüteten Nest der Gastfamilie heraus die große weite Welt erleben.

Um sein AuPair besser beurteilen zu können, ist es einfacher, das AuPair als eine Art privater Auszubildender zu sehen. 

Von Azubis verlangt man keine Perfektion von Anfang an. Man geht sogar davon aus, dass sie keine Ahnung haben, was zu tun und was zu lassen ist. Aber nach einer gewissen Eingewöhnungsphase sollte der Azubi wissen, wie es geht. 

Ihr AuPair wird bis zum Schluss des AuPair-Jahres immer wieder Neues in Ihrer Familie lernen (es gibt nur einmal im Jahr Weihnachten, und nur einmal den Geburtstag der Oma) und seine Anpassung zu perfektionieren versuchen, doch ein „fertiges“ oder gar „perfektes“ AuPair von Anfang an ist utopisch und auch nicht Ziel eines AuPair-Programms.


Wenn Sie also Ihr AuPair als einen Azubi betrachten, werden Sie viel zufriedener mit den Fortschritten des neuen Mitbewohners sein. Und wenn Sie zufrieden sind, sind die Kinder zufrieden und damit ist dann auch Ihr AuPair zufrieden. 


www.fair-pair.de



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